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Zum Kuckuck(-stein)

Diesmal treffen wir uns um 8:45 Uhr am Bahnhof Niedersedlitz. Tatsächlich begrüßen die Wanderfreunde ihre Wanderleiter, wie in der Einladung gefordert, mit einem zünftigen "Sport frei". Das ist schon mal ein guter Anfang. Den Rest der Zeit bis zur Abfahrt unserer S-Bahn um 9:09 Uhr in Richtung Bad Schandau verbringen wir wie immer mit dem Bilden von Kleingruppen, was heute ziemlich routiniert vonstatten geht.

Nach nur 3 Minuten Fahrt mit der S-Bahn sind wir in Heidenau. Hier eilen wir zum Gleis 5, wo schon der Zug in Richtung Altenberg auf uns wartet. Mit diesem fahren wir nun bis Oberschlottwitz, wo wir etwa 20 min später eintreffen.Nach nur 3 Minuten Fahrt mit der S-Bahn sind wir in Heidenau. Hier eilen wir zum Gleis 5, wo schon der Zug in Richtung Altenberg auf uns wartet. Mit diesem fahren wir nun bis Oberschlottwitz, wo wir etwa 20 min später eintreffen.

Vom Bahnsteig gehen wir hinunter zur Müglitztalstraße, wo wir an einer Infotafel kurz des einst hier stehenden Wirtshauses "Klein Tirol" gedenken. Da nun aber alle schon mit den Hufen scharren, geht es auch gleich weiter. Wir folgen der Müglitztalstraße Richtung Niederschlottwitz, überqueren dabei die Müglitz und biegen knapp 100 m weiter nach rechts in die Straße der Einheit ein. Diese verläuft in einem Linksbogen. Kurz darauf zweigt scharf rechts die Sonnenleite ab. Auf dieser geht es jetzt bergan. Nach etwas mehr als 300 m haben wir oben den Waldrand erreicht. Für die nächsten Kilometer oreientieren wir uns nun an der Wanderwegmarkierung roter Strich. Auf den müssen wir schon 150 m weiter besonders achten, damit wir nicht dem Grund weiter bergan folgen, sondern rechts abbiegen. Danach führt der Weg in einem weiten Linksbogen weiter. Nach etwas mehr als einem Kilometer ist nochmal unsere Aufmerksamkeit gefragt. Hier gabelt sich der Weg und wir halten uns rechts. Kurze Zeit später treten wir aus dem Wald heraus. Vor uns liegt eine tolle Winterlandschaft. An der gegenüberliegenden Waldecke gehen gehen wir rechts vorbei. Am Waldrand entlang gelangen wir zu einer Straße. Auf der anderen Straßenseite entdecken wir eine Steinsäule - die Martersäule. Der Sage nach soll einst ein übermütiger Jagdgast ein an der Säule befestigtes Kruzifix abgeschossen haben. In einen Hund verwandelt spukt er mit feurigen Augen und rasselnden Ketten angeblich als Geist um Mitternacht um die Säule und durch den benachbarten Roten Busch. Zum Glück ist nicht Mitternacht.

Nachdem wir die Säule ausgiebig gewürdigt haben, folgen wir dem Weg, der sich links der Säule von der Straße entfernt. Am Waldrand passieren wir das Rote Vorwerk. Knapp 400 m nach dem Landwirtschaftsbetrieb ergibt sich die Möglichkeit zu einer Rast. Hier steht zwar nur eine Bank, aber hinsetzen ist auf Grund des Neuschnees eh nicht möglich. Den Tisch können wir aber durchaus nutzen. Wir haben bisher gerade mal 3,5 km geschafft, der Hunger scheint aber schon für einen Marathon zu reichen. Zumindest sprechen die Mengen, die aus den Rucksäcken gefördert werden dafür.

Nach einer halben Stunde sind alle satt oder frieren, sodass alle da Bedürfnis zum Weitergehen haben. Der Weg führt nun talwärts. Nicht lange und wir erblicken die ersten Häuser von Liebstadt im Tal. Wir erreichen den Ort am Friedhof neben der Kirche. Dort machen wir einen kurzen Abstecher nach rechts durchs Tor des Friehofs. Hier haben wir auch einen schönen Blick auf die Kirche. Auf der Kirchgasse gelangen wir dann hinunter in den Ort zum Markt. Hier würdigen wir noch kurz die kursächsische Postmeilensäule. Dann gehen wir halbrechts über die Straße zu einer Lücke zwischen Häusern, die nach einem Buswartehäuschen aussieht. Allerdings ist dies ein Durchgang, auf dem wir zur Seidewitz gelangen. Hinter der Brücke biegen wir nach links in die Bachgasse ein. Über die nächste Brücke wechseln wir wieder das Ufer und verlassen damit vorerst die rote Wandermarkierung. Direkt nach der Brücke biegen rechts in die Braugasse ein. Braugasse klingt eigentlich hoffnungsvoll, hat aber eher historische Wurzeln, denn mit Gastronomie sieht es in Liebstadt nicht so toll aus. Kurz bevor wir wieder die Hauptstraße erreichen, zweigt rechts ein Weg ab, der erneut auf die andere Seite der Seidewitz führt und gleich nach links abbiegt. An der Ecke steht noch ein alter königlich sächsischer Kilometerstein, der fast umbaut und leicht zu übersehen ist. Jetzt geht's ziemlich steil bergan. Nach etwa 150 m zweigt rechts spitzwinklig ein Pfad ab. Dieser leitet uns teilweise über Treppen hinauf zum Schloss Kuckuckstein. Oben angekommen gibt es sogar noch was zu sehen. Heute wird im Schloss offenbar geheiratet. Am Eingang zum Schloss findet gerade das Fotoshooting statt. Für uns bleiben die Schlosstore heute allerdings geschlossen. Trotzdem schauen wir uns einen Moment um.

Schließlich durchqueren wir den Schlosshof und verlassen diesen durch ein Tor. Direkt hinter dem Tor zweigt links ein schmaler Pfad von der talwärts führenden Straße ab. Er führt annähernd auf gleicher Höhe bleibend am Hang entlang. Nach wenigen Schritten verlieren wir über eine abenteuerliche Treppe einige Höhenmeter. Im weiteren Verlauf geht es dann eher sanft bergab, bevor wir wieder auf einen breiten Weg hinuntersteigen. Hier treffen wir dann wieder auf die rote sowie gelbe Wanderwegmarkierung. Auf dem nun wieder ansteigenden Weg verlassen wir auf dem von Alleebäumen gesäumten Weg Liebstadt. Nach etwa 400 m treffen wir in der Nähe einer Siedlung auf eine Straßenkreuzung. Hier gehen wir auf der Straße weiter geradeaus. Die Straße führt uns zunächst über die Autobahn und dann weiter nach Göppersdorf. Wir durchqueren das Dorf in voller Länge (ca. 1,4 km) entlang der Straße bis hinunter ins Tal des Wingendorfer Bachs. Dort endet die Straße an einer Kreuzung. Ab hier folgen wir nun der gelben Wandermarkierung. Dafür biegen wir links ab und verlassen die Straße nach wenigen Schritten am Ende des Gebäudes nach rechts. Auf den nächsten 400 m folgen wir dem Weg bergan auss dem Tal heraus. Oben bietet sich noch einmal ein sehr schöner Rundblick, bevor wir in den Wald eintauchen. Nach wenigen Metern biegt der Wanderweg rechtswinklig talwärts ab. Jetzt geht es ziemlich steil bergab ins Bahretal hinunter. Unten angekommen überqueren wir das Flüsschen auf einer Brücke. Auf der anderen Seite geht es gleich wieder bergan. Vorbei an einer Pferdekoppel verlassen wir den Wald und damit auch das Bahretal. Der Weg führt nun durch Weideflächen. Nach und nach weitet sich der Blick auf die Umgebung wieder. Vor uns taucht das Örtchen Gerdorf auf, in das uns der Wanderweg sacht hinunter leitet. Kurz vor der Straße passieren wir einen Reiterhof. Danach kreuzen wir den Gersdorfer Bach sowie die Dorfstraße. Auf der anderen Seite geht unser Weg weiter - nun natürlich wieder bergan. Der Anstieg ist ungefähr 500 m lang, dann erreichen wir wieder eine Straße. Rechts am Weg befindet sich ein einladender Rastplatz. Dies ist nochmal eine gute Gelegenheit zum Verschnaufen. Also Rucksäcke auf. Jetzt kommen die wahren Schätze zum Vorschein. Die Palette reicht von Keksen über Schokolade, Kräuterelixir bis hin zum Eierlikör im Waffelbecher - lecker!

Eine halbe Stunde später ist alles wieder verstaut. Gleich um die Ecke liegt der Gipfel des Jagdsteins. Das ist unser nächstes Ziel. Dafür gehen wir auf der Straße etwa 150 m nach rechts. Ab hier orientieren wir uns nun an einer neuen, diesmal der grünen Wanderwegmarkierung. Nach der Linkskurve biegen wir rechts in Richtung der Schießanlage ab. Die folgende Kreuzung überqueren wir geradeaus. Nach 170 m beschreibt der Weg eine leichte Linkskurve. Hier führt rechts ein Pfad in den Wald. Diesem folgend gelangen wir zu den Felsen am Jagdstein. Auf der linken Seite finden wir den Aufstieg zum Gipfel. Der Ausblick von hier oben ist nochmal besser als vom unter uns liegenden Rastplatz. Wir nehmen uns die Zeit für einen ausführlichen Rundblick.

Schließlich ziehen wir weiter. Wir gehen zurück, zuerst zum Waldweg und dann noch weiter zur Kreuzung am Schießplatz. Dort biegen wir rechts ab und folgen nun wieder der grünen Wegmarkierung. Am Waldsaum entlang führt der Weg annähernd auf einer Höhe. Nach und nach gibt der Wald den Blick auf das Gottleubatal frei. Schließlich neigt sich der Weg auch hinunter ins Tal. Wo wir auf eine Straße stoßen, gibt es nochmal was zu sehen. Wir entdecken einen alten Kalkofen. Eine Infotafel verrät uns, dass der Kalkofen Giesenstein um 1830 noch benutzt wurde. Heute ist er ein Domizil für Fledermäuse.

Jetzt folgt der Endspurt unserer heutigen Tour. Wir gehen hinunter zur Giesensteiner Straße. Auf der anderen Straßenseite überqueren wir die neben der Staatsstraße fließende Gottleuba. Vor den Gebäuden halten wir uns links. Hier beginnt der Poetengang. Dieser verläuft parallel zur Gottleuba. Nach einem Kilometer erreichen wir die ersten Häuser der Ortslage Berggießhübel. Da der nächste Bus in Richtung Heimat erst in knapp eineinhalb Stunden fährt, benötigen wir noch eine Wärmestube. Wir haben uns im Eiscafe Müller angemeldet. Hier erwartet uns zwar nicht das ganz große Menü, aber im Grunde bleiben keine Wünsche offen. Neben Kaffee, Kuchen und Eis gibt's natürlich auch ein Bierchen. Wer will, der bekommt auch einen herzhaften Imbiss. Unsere Bestellungen werden flink und routiniert bearbeitet. Wir fühlen uns gut aufgehoben.

Genauso flink wie die Bedienung funktioniert auch das Bezahlen. So stehen wir vor 17:08 Uhr an der Bushaltestelle. Das ist wichtig, da der nächste Bus erst in 2 Stunden fährt. Unser Wagen fährt dann auch pünktlich vor. Er bringt uns binnen 20 Minuten nach Pirna. Dort steigen wir dann in die S-Bahn um. Auf der Fahrt nach Dresden bekommen dann auch alle Teilnehmer die obligatorische Urkunde aus der Hand des Wanderleiters. Schließlich braucht man ja eine Erinnerung an so eine zünftige Winterwanderung.

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Die Martersäule
Die Martersäule

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Winterlandschaft am Roten Busch
Winterlandschaft
am Roten Busch

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Rastplatz am Roten Vorwerk
Rastplatz am Roten Vorwerk

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Die 500-jährige Stadtkirche von Liebstadt
Die 500-jährige Stadtkirche von Liebstadt

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Schloss Kuckuckstein über Liebstadt
Schloss Kuckuckstein
über Liebstadt

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Winterliche Allee hinter Liebstadt
Winterliche Allee
hinter Liebstadt

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Blick vom Jagdstein auf Gersdorf
Blick vom Jagdstein
auf Gersdorf

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In Berggießhübel
In Berggießhübel

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Eiscafe Müller
Eiscafe Müller