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Es ist Januar und tasächlich Winter. Die Temperaturen bewegen sich um den Gefrierpunkt. Als wir uns am Treffpunkt Bahnhof Niedersedlitz um 9 Uhr treffen, gibt es dort nur einige Schneereste. Die Wege sind aber teilweise etwas vereist. Wir hoffen, dass dies unsere Tour nicht nachhaltig beeinträchtigt. Der DVB-Fahrkartenautomat lässt uns heute im Stich. Das Display ist eingeschlafen. Entweder ist es ihm zu früh oder zu kalt. Also kaufen wir die restlichen Fahrkarten auf dem Bahnsteig, bevor wir 9:18 Uhr in die S-Bahn in Richtung Meißen einsteigen. Etwa 50 Minuten später verlassen wir den Zug am S-Bahnhof Meißen-Altstadt. Nachdem schon im Zug noch Wanderfreunde zu uns gestoßen sind, warten dort noch weitere. Die erste wirklich anspruchsvolle Aufgabe des Tages ist die Ermittlung der tatsächlichen Teilnehmerzahl. Wir müssen heute zwar keine Essenbestellung aufgeben, doch das Gasthaus will wenigstens die genaue Anzahl der Gäste wissen. Wir ermitteln eine Zahl, die irgendwo um die 25 liegen muss. So ganz genau lässt sich das aber nicht feststellen. Nach der Meldung an den Wirt geht es dann endlich los. Wir verlassen die Neumarkt-Arkaden in Richtung Straße und überqueren diese. Auf der anderen Seite nehmen wir den Weg zwischen den Gebäuden. Wir überqueren die Triebisch und gelangen nach dem Durchgang durch das Gebäude auf die Neugasse. Dieser folgen wir wenige Meter nach links bis zur Stiftsgasse, in die wir rechts einbiegen. Gleich danach halten wir uns links und setzen unseren Weg auf der Straße Am Steinberg fort. Ab hier orientieren wir uns an der Wanderwegmarkierung blauer Strich. Nach 500 m überqueren wir eine Straße. Auf der anderen Seite nehmen wir den rechten der beiden weiterführenden Wege. Auf dem Questenberger Weg geht es nun stetig bergan aus dem Triebischtal heraus. Der Weg führt für 1,1 km durch den Ortsteil Questenberg. Dann biegt die Straße mit dem blauen Strich nach links und gleich danach nach rechts ab. Wir befinden uns nun in Korbitz. Wenige Meter weiter müssen wir uns am Ortsende noch einmal links halten. Weiter dem blauen Strich folgend führt uns dann der Kanonenweg hinein in den Stadtwald. An der ersten Wegkreuzung verlassen wir den breiten Weg und biegen in den schmalen steil bergab führenden Pfad ab. Erleichtert stellen wir fest, dass der Untergrund nicht vereist ist. Die dünne Schicht Neuschnee gibt uns etwas Grip. Im Tal stoßen wir dann auf eine Holzbrücke. Mit dem Überqueren der Brücke verlassen wir den blau markierten Weg und folgen nun der grünen Markierung des Naturlehrpfades Stadtwald. Nach etwa 350 m biegen wir mit der Markierung rechts ab. Danach gehen wir noch einmal knapp 400 m auf dem Kirchsteig weiter, bevor wir dem Lehrpfad folgend links über den Gainitzbach steigen. Direkt nach der Furt gabelt sich der Weg. Wir entscheiden uns für den rechten Pfad. Danach orietieren wir uns weiter an der grünen Markierung. Nach etwa 850 m taucht vor uns eine sehr gleichmäßig wirkende Böschung auf. An der Gabelung direkt davor halten wir uns rechts und entdecken wenige Meter weiter eine Infotafel des Lehrpfades. Diese gibt Auskunft, dass wir uns hier an der Hohen Eifer befinden. Die Böschung sieht so ebenmäßig aus, weil sie Teil einer bronzezeitlichen Wallanlage ist. Auch in späteren Zeiten wurde die exponierte Lage über dem Triebischtal für befestigte Wehranlagen oder Burgen genutzt. Vor der folgenden Rechtskurve des Weges nutzen wir die Gelegenheit, links einen Blick auf das Plateau der Hohen Eifer zu werfen. Weiter auf dem Lehrpfad gehend erreichen wir nach reichlich 100 m die Schöne Aussicht an der Hoher Eifer. Hier bietet sich uns ein interessanter Ausblick ins Triebischtal, den wir einige Minuten auf uns wirken lassen. Schließlich setzen wir unsere Tour fort. Wir gehen ein paar Schritte zurück und biegen dann in den leicht abschüssigen Pfad nach links ab. Diesem weiterhin grün markiertem Weg folgen wir 700 m immer geradeaus. Dann erscheint vor uns ein Gipfelkreuz. Gleichzeitig öffnet sich vor uns erneut ein toller Blick auf's Triebischtal. Wir stehen auf dem Götterfelsen, einem ca. 60 m über dem Triebischtal aufragenden Pechsteinfelsen. Seit den 1820er Jahren wurde das Stiftungsfest der Fürstenschule St. Afra mit einer Morgenandacht auf dem Felsen eröffnet. Daran soll das hier stehende Kreuz mit seinen Inschriften im Sockel erinnern. Heute ist das Kreuz ein beliebtes Ausflugsziel. Erstaunlicherweise ist es hier oben fast windstill, und wir beschließen, jetzt eine längere Pause einzulegen. Der Schnee hindert uns zwar daran, uns hinzusetzen. Aber für einen Griff tief in die Rucksäcke ist die Gelegenheit günstig. Nach einer halben Stunde nagt die Kälte dann doch an uns, und wir machen uns wieder auf die Socken. Wir gehen knapp 100 m zurück, dann führt rechts ein Weg talwärts. Diesem folgen wir, bis wir die Kleingärten auf der linken Seite erreichen. Direkt vor dem Zaun zweigt links ein Weg ab. Auf dem Wegweiser steht schon unser nächstes Ziel zu lesen - der Königsee. An der Kreuzung nach etwa 200 m halten wir uns links, und gleich darauf befinden wir uns in einem ehemaligen Steinbruch. Der kleine Teich im Steinbruch ist zugefroren, aber in der verschneiten Landschaft wirkt er ziemlich idyllisch. Einige Minuten halten wir uns hier auf, dann gehen wir auf dem Weg am Zaun zurück. Am Ende des Zaunes wenden wir uns nach links und gehen weiter talwärts, bis wir die Straße erreichen. Dort biegen wir rechts ab, unterqueren die Eisenbahnbrücke und folgen der Ossietzkystraße für etwa 350 m. Dann zweigt links der Polenzer Weg ab. Auf diesem überqueren wir die Triebisch. Gleich danach weisen Wandermarkierungen halb links in die Gartensparte hinein. Auf diesem Weg gehen wir parallel zur Tiebisch bis zur Eisenbahnbrücke. Direkt vor der Brücke biegen wir rechts in den leicht bergan führenden Wanderweg ein. Nach etwa 70 m endet der Zaun auf der rechten Seite. Hier überqueren wir mit einem großen Schritt das rechts am Weg fließende Bächel. An einem Baum finden wir eine Plakette, die auf unser nächstes Zwischenziel hinweist - den Zuckerhut. Zunächst noch am Bach verlaufend, dann rechts steiler den Hang hinauf führend, erkennen wir schwach einen Pfad. Durch die Bäume ist halb rechts eine Kuppe zu erkennen, auf die der Pfad zuläuft. Wir quälen uns hinauf und können gleich darauf noch einmal ins Triebischtal hinab sehen. Nach dem Blick ins Tal machen wir kehrt und folgen nun dem kaum erkennbaren Pfad, der rechts weiter bergan führt. Nach etwa 150 m stoßen wir auf einen etwas deutlicher erkennbaren quer verlaufenden Weg. An dieser Stelle zeigt der Wanderleiter eine kurze Orientierungsschwäche, die er schließlich auf sein Garmin-Wandernavi schiebt. Schließlich einigen wir uns darauf, links abzubiegen. Der Weg verläuft in einem Rechtsbogen in ein tief eingeschnittenes Tal hinein. Oberhalb des Talgrundes gehen wir parallel zum unten fließenden Bächel weiter leicht bergan. Dann erreichen wir den Damm, der das Tal absperrt und den Bach zu einem kleinen Teich anstaut. Wir überqueren den Damm. Auf der anderen Seite führt der Weg dann rechts weiter bergan. Nach wenigen Metern erreichen wir einen breiten Weg, in den wir nach links einbiegen. Nicht lange und wir stehen an einer ziemlich vielbefahrenen Straße. Die nächsten Meter müssen wir nun an der Straße zurücklegen. Wir wenden uns nach links. Durch den Frost ist es möglich, dass wir auf dem Acker neben der Fahrbahn laufen können. Zum Glück sind es nur 300 m bis zur nächsten Kreuzung. Auf der von links einmündenden Straße ist wesentlich weniger los. Als sie sich gabelt, halten wir uns rechts. Ab hier folgen wir der Markierung grüner Punkt. Mit einem schönen Blick über das Elbland und den Meißner Burgberg nähern wir uns nun der Ortslage Lercha. Wir durchqueren den Ort und stoßen im Zentrum auf eine Kreuzung mit einem großen Rastplatz auf der rechten Seite. Der Wanderleiter animiert die ganze Truppe, diesen Rastplatz anzusteuern und eine Pause einzulegen. Irgendwie hat er den Eindruck, dass die Wandergruppe eine Vitaminspritze brauchen könnte. Offenbar täuscht dieser Eindruck nicht, denn die dargebotene Dosis des leicht alkoholhaltigen Likörs wird allseits dankend angenommen. Medizin muss nicht immer bitter schmecken. Die ganze Prozedur dauert etwa 20 Minuten. Dann ziehen wir weiter. An der Kreuzung biegen wir links ab. Weiterhin begleitet uns der grüne Punkt. Auf der Dreilindenstraße gehen wir immer geradeaus. Das tun wir auch dann noch, als die Straße an einem Wendehammer endet. Jetzt betreten wir ein Waldgebiet. Nach einer Rechtskurve führt der Weg allmählich bergab. So gelangen wir in den Goldgrund. An der Talsohle stoßen wir auf eine Straße, die den Namen des Grundes trägt. Dieser folgen wir nach rechts. Für etwa 200 m geht es nun nochmal bergan, Oben angekommen endet der Goldgrund an der Wilsdruffer Straße. Dort biegen wir rechts ab und gehen auf dem Fußweg weiter leicht bergan. Was wir nun erblicken ist keine Fatamorgana - es ist tatsächlich ein Wirtshaus. Und wie der Zufall es so will, haben die Wanderleiter ausgerechnet hier eine größere Wandergruppe angemeldet. Wir sind zwar knapp 10 Minuten zu früh dran, aber das stört den Wirt nicht weiter. Wir lassen uns im Restaurante Due Amici nieder, froh der draußen herrschenden Kälte erst einmal zu entgehen. Zuerst gibt es für jeden mal ein Getränk. Das hebt die eh gute Stimmung nochmal an. Danach bestellt die Wandergesellschaft auch üppig Essen. Das hebt dann auch beim Wirt nochmal die Stimmung. Der Wanderleiter nutzt nach dem Essen noch die Gelegenheit, die Teilnahme-Urkunden ohne klamme Finger auszustellen und an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Zwei Stunden nach unserer Ankunft machen wir uns in der Hoffnung, die nächste S-Bahn zu erreichen, wieder auf den Weg. Wir folgen der Wilsdruffer Straße 500 m bergab bis zur Dr.-Donner-Straße, in die wir nach rechts einbiegen. Nach 150 m knickt die Straße nach links ab und wird zur Marienhofstraße. Auf Höhe der von links kommenden Gellertstraße zweigt rechts zwischen Torsäulen ein Weg ab. Diesem folgen wir bergab und gelangen über Treppen hinab auf den Poetenweg. Wir halten uns scharf links. Auf die Altstadt zugehend passieren wir zunächt die Kapelle St. Martini. Dann erreichen wir die lange Treppenanlage, die hinunter in die Stadt führt. Der Weg ist ziemlich vereist, was uns wertvolle Zeit kostet. Als wir auf der Brücke die Bahngleise überqueren, sehen wir die S-Bahn unter uns in Richtung Dresden abdampfen. Das war so nicht geplant. Um nicht frierend auf dem Bahnsteig in Meißen-Altstadt rumzustehen und die Zeit zum nächsten Zug zu überbrücken, entschließen wir uns am Ende der Treppe nicht nach links sondern rechts abzubiegen. So gelangen wir über die Eisenbahnbrücke auf die andere Elbseite zum Bahnhof Meißen. Dort kommen wir gerade in dem Augenblick an, als die S-Bahn in Richtung Triebischtal einfährt. So können wir frünzeitig schon mal unsere Plätze für die Heimfahrt im Zug einnehmen. In der Bahn ist es immerhin schon mal wärmer als auf dem zugigen Bahnsteig. Nachdem die S-Bahn in Triebischtal gewendet hat, sind wir dann nach einem erlebnisreichen Tag endgültig auf dem Heimweg. |
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