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Tourkarte Herbst 2025

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Vom Leuchtturm über 13 Brücken

Es verspricht ein goldener Herbsttag zu werden. Das passt hervorragend zu unserer diesj hrigen Wanderv gel-Herbsttour. Wieder einmal haben die Wanderleiter eingeladen und als Treffpunkt den Bahnhof Niedersedlitz um 9 Uhr festgelegt. Nachdem wieder alle routiniert mit Fahrkarten versorgt sind, steigt die versammelte Wandergruppe um 9:18 Uhr in die S-Bahn in Richtung Mei en. Mit dieser fahren wir bis zum Bahnhof Radebeul-Ost. Hier wartet noch einmal eine gr ere Gruppe von Wanderfreunden auf uns. So kommt es zu ausschweifenden Verbr derungsszenen. Die Zeit daf r haben wir. Von hier aus soll es mit der Schmalspurbahn weitergehen. Diese f hrt aber erst in ca. 40 Minuten. Damit bleibt auch noch gen gend Zeit, die Speisekarte f r die heutige Einkehr zu studieren, sich zu entscheiden und eine Bestellung aufzugeben. Nebenbei kann der ge bte Beobachter Hintergrundaktivit ten nebst Getuschel wahrnehmen. N chste Aufgabe ist dann das L sen einer Fahrkarte, da dieses Verkehrsmittel nicht im VVO-Tarif enthalten ist. Dies bernimmt der Wanderleiter erstmal f r alle. Dann nehmen wir in der Schmalspurbahn unsere Pl tze ein. Kurz vor halb 11 ruckt der Zug an. Gegen 11 Uhr sind wir am Ziel unserer Fahrt bzw. am Start unserer Wanderung - dem Haltepunkt Cunnertswalde.

Wir verlassen den Zug und sammeln uns auf dem nicht wirklich vorhandenen Bahnsteig. Dann geht's los. Wir entfernen uns in Fahrtrichtung nach rechts von den Gleisen. An der Stra e biegen wir nach links ab. Wir folgen der Stra e f r etwa 600 m. Auf dieser Strecke knickt die Stra e zweimal fast rechtwinklig ab, zun chst nach links, dann nach rechts. Schlie lich verlassen wir die Stra e nach links und orientieren uns an den Markierungen des Wanderweges mit rotem Strich. So gelangen wir auf den im Jahr 1910 gesch tteten Damm durch den Gro teich, der diesen in zwei nahezu gleichgro e Teile teilt. Am Ende des Dammes erkennen wir eine kleine L cke in der scheinbar den Weg versperrenden Mauer. Wir schl pfen hindurch und halten uns rechts. Gleich danach erblicken wir die Mole mit dem Leuchtturm und die Anlegestelle mit den beiden Sandsteinmauern am Ufer des Gro teiches. Das ganze Ensemble hatte der s chsische Kurf rst in W rdigung der Seeschlacht von Cesme errichtet, bei der im Jahre 1770 russische Schiffe die osmanische Flotte besiegt hatten. Wir gehen weiter bis zur ehemaligen Anlegestelle, die heute etwas deplatziert wirkt. Zu Zeiten des Kurf rsten lag der Wasserspiegel aber noch etwa 1,5 m h her. Auf jeden Fall bietet sich der Platz zwischen den Mauern als Rastplatz an. Na gut, machen wir ein zweites Fr hst ck. Aber dann geschieht etwas Ungew hnliches. Der Wanderleiter schickt sich an, Becher mit Sekt zu f llen. Die Wanderleiterin pr sentiert einen Kuchen, auf dem eine "25" prangt. Erst einmal offenbaren beide, dass sie ihrem Job als Wanderleiter nun seit ziemlich genau 25 Jahren nachgehen und das auch w rdig begehen wollen. Und dann stellt sich heraus, dass es durchaus Teilnehmer gibt, denen dieser Umstand bekannt ist. Es schlie t sich eine Orgie gegenseitiger Beweihr ucherung an. Das Wandervolk bedankt sich f r die 25 Jahre mit einem Pokal und einem Geschenk. Ger hrt beteuern die Wanderleiter, dass es eines solchen nicht bed rfe. Die lange Treue sei Geschenk genug, und schlie lich mache es auch nach so langer Zeit immer noch Spa . Nach berstandener Zeremonie werden endlich Sekt und Kuchen ihrer Bestimmung zugef hrt. Der Wanderleiter sagt noch ein paar erkl rende Worte, warum hier ein Leuchtturm steht und berichtet noch kurz von den inszenierten Seeschlachten des Kurf rsten.

Dann gehen wir weiter. Das n chste Ziel ist schon in Sichtweite - das Fasanenschl sschen. Am Geb ude verweilen wir noch einen Moment und leasen einen Fotografen f r ein Gruppenfoto. Danach setzen wir die Tour auf der R ckseite des Schl sschens in Richtung des Kanals fort. Durch die schmale Gasse zwischen den Hecken gelangen wir zum Kanal und folgen diesem auf der rechten Seite. Wo der Kanal nach links abbiegt, gehen wir geradeaus weiter bis zur Stra e. Wir berqueren die Stra e. Auch nach der Stra e behalten wir unsere Richtung bei. Mit Blick auf das Moritzburger Schloss n hern wir uns dem Schlossteich. Am Ufer wenden wir uns nach links und folgen diesem bis zur Schlossallee. Etwa 100 m weiter biegen wir nach links in die Stra e mit dem Namen Markt ein. Nach knapp einem Kilometer gabelt sich die Stra e. Wir halten uns rechts und gehen auf der K tzschenbrodaer Stra e weiter. Am Dorfteich machen wir noch einmal Halt. Rastplatz und Milchrampe laden dazu ein.

Etwa 20 Minuten sp ter sind wir wieder unterwegs. Nach ungef hr 200 m beschreibt die K tzschenbrodaer Stra e eine Linkskurve. Dort verlassen wir die Stra e auf dem geradeaus weiterf hrenden Weg. Immer weiter geradeaus gelangen wir zun chst zum Aussichtspunkt am Holzpferd. Hier bietet sich uns ein sch ner Blick ber die umliegende Kulturlandschaft und zur ck zum Schloss Moritzburg. Etwa 300 m weiter knickt der Weg nach links und nach einem Graben wieder nach rechts. Wir durchqueren ein kleines Waldst ck. Nach einer Kreuzung f hrt der Weg wieder nach links. Wir wollen aber weiter geradeaus gehen und folgen dem bei genauem Hinsehen erkennbaren Pfad ber die Gr nfl che zum Waldrand. Im Wald ist der Weg dann wieder deutlich zu erkennen. Nach 800 m n hern wir uns einer Stra e. Kurz davor biegt der Weg noch einmal links ab. Gleich darauf erreichen wir den St.-Ulrich-Tunnel. Auf einer Tafel erhalten wir die Erkl rung, wie der Wellstahldurchlass zu seinem klangvollen Namen kam. Wieder einmal zeigt sich, egal wie gew hnlich eine Sache ist, ein toller Name macht sie zu etwas Au ergew hnlichem. Am Parkplatz hinter dem Tunnel legen wir nochmal eine kurze Pause ein. Ein Kunstwerk zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Was soll es darstellen. Im ersten Moment dr ngen sich auch Gedanken an etwas Unanst ndiges auf. Doch weit gefehlt - es ist ein Rothirschgeweih.

Nach der Pause folgen wir dem breiten Weg hinter dem Parkplatz hinein in den Friedewald. Der Weg ist u.a. mit einem blauen Punkt markiert. Knapp einen Kilometer weiter biegt die Markierung nach links ab. Auch wir tun das. An der Gabelung nach weiteren 200 m halten wir uns dem blauen Punkt folgend rechts. Auch die n chsten 1,5 km orientieren wir uns an dieser Markierung. Dann tauchen die ersten H user von Lindenau auf. Wir kreuzen den Rietzschkegrundweg und folgen dem Drosselweg zur Dippelsdorfer Stra e. Dort wenden wir uns nach rechts. Noch immer orientieren wir uns am blauen Punkt. Keine 100 m weiter weist die Markierung nach links und wir entfernen uns wieder von der Stra e. Auf den n chsten Metern halten wir uns einmal links, dann einmal rechts, bevor wir immer noch dem blauen Punkt folgend scharf links hinunter zum Lindenauer Bach absteigen. Der Weg im malerischen Grund tr gt den Namen Dreizehn-Br cken-Weg. Tats chlich schl ngelt sich der Weg mal links und mal rechts des Baches durch den Grund. Dabei berqueren wir das Gew sser auf kleinen Holzstegen. Echte Br cken sind jedoch nicht zu entdecken. Aber vielleicht stimmt ja wenigstens die Zahl 13. Wir z hlen mit. Als das schmale Tal in den L nitzgrund m ndet, m ssen wir konstatieren, dass es gerademal 11 Br ckchen waren. Daf r war aber der Weg ausgesprochen sch n. Wo sich der Grund etwas aufweitet, m ndet halblinks ein Weg ins Tal. An dieser Stelle berqueren wir die letzte Br cke nach rechts und gehen weiter am Bach entlang. An der n chsten bald darauf folgenden Kreuzung biegt der blaue Punkt nach links ab. Wir orientieren uns jedoch ab hier am gelben Punkt. Diesem folgend wenden wir uns nach rechts. Wir sind nun auf dem Bilz-Wanderweg im L nitzgrund unterwegs. Nach 400 m stehen wir vor einem Bahn bergang ber das Gleis der Schmalspurbahn. Noch vor den Schienen biegen wir rechts ab und gehen auf dem Pfad neben der Bahn weiter. Die n chsten ca. 250 m muten dann etwas abenteuerlich an. Der Weg f hrt direkt am Gleis entlang. Wenn wir jetzt zuviel Zug bekommen, tut das nicht nur im Nacken weh. Profunde Fahrplankenntnisse beruhigen auf diesem Teilst ck au erordentlich. Als sich der Pfad wieder vom Gleis entfernt, folgen wir dem nun breiter werdenden Weg noch f r 1,3 km durch den L nitzgrund. Dann weist der gelbe Punkt nach links. Wir berqueren den L nitzbach, das Gleis und die darauf folgende Stra e. Dann folgen wir der auf der anderen Seite einm ndenden schmalen Stra e. Nur wenig sp ter erreichen wir eine Gabelung. Hier entscheiden wir uns f r die linke, die Hofl nitzstra e. An der n chsten Gabelung halten wir uns rechts, um gleich danach rechts durch ein Tor das Gel nde des st dtischen Weingutes Hofl nitz zu betreten. Unter den Katstanien im Innenhof des Anwesens legen wir noch einmal eine Pause ein. Ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir bis zur vereinbarten Zeit f r das Einr cken im nahen Gasthaus noch die Gelegenheit f r einen Schluck Wein nutzen k nnen. Einige nutzen das, andere genie en einfach nur die Sonne im sch nen Ambiente.

Nachdem wir das Zeitpolster auf so angenehme Weise abgeschmolzen haben, gehen wir zum Endspurt ber. Wir steigen die Treppe neben dem Berg- und Lusthaus Hofl nitz hinunter. Unten berqueren wir die Kreuzung und gehen geradeaus weiter. An der folgenden Gabelung halten wir uns rechts und folgen dem M hlweg. Gleich darauf erscheint rechts die L nitztalsch nke. Wir sind hier angemeldet und betreten das Lokal p nktlich fast auf die Minute. Nach einem kurzen St hler cken haben wir auch alle Platz an der Tafel. Viel Wandern macht viel Hunger und noch mehr Durst. Dem tragen wir mit unseren Bestellungen Rechnung. Nach einem ersten Schluck verteilt der Wanderleiter die obligatorischen Durchhalte-Urkunden.

Als dann alle Teller leer gegessen sind, beginnt sich die Truppe aufzul sen. Je nach Art der Anreise zur Tour geht es in Richtung Auto oder Bahn. Der Gro teil der Wanderfreunde tritt den Heimweg mit der S-Bahn an. Erst dem M hlweg, dann dem Bahnsteig der Kleinbahn folgend erreichen wir die Mei ner Stra e. Wir berqueren diese. Auf der anderen Stra enseite f hrt die Roseggerstra e weiter bis zur Weintraubenstra e. Jetzt ist schon die Eisenbahnbr cke zu sehen. Direkt vor der Br cke m ssen wir noch rechts in die Richard-Wagner-Stra e abbiegen, und nach wenigen Schritten stehen wir am S-Bahnhof Radebeul-Weintraube. Wir haben das Ziel erreicht. Das klappt auch noch nach 25 Jahren.

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Der Leuchtturm am Großteich
Der Leuchtturm
am Großteich

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Das Fasanenschlösschen
Das Fasanenschlösschen

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Am Kanal
Am Kanal

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Jagdschloss Moritzburg
Jagdschloss Moritzburg

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Postmeilensäule am der Schlossallee
Postmeilensäule
am der Schlossallee

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Aussichtspunkt am Holzpferd
Aussichtspunkt
am Holzpferd

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Blick zur Weinlage Goldener Wagen
Blick zur Weinlage
Goldener Wagen

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Schloss Hoflößnitz
Schloss Hoflößnitz

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Herbstsonne am Schloss
Herbstsonne am Schloss