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Expedition zu den 8000ern im Osterzgebirge

Manchmal verbreiten die Medien dieser Tage auch noch gute Nachrichten. So geschehen im Juni 2017. Die Meldung besagte, dass die Weißeritztalbahn ab sofort wieder mit viel Dampf bis nach Kipsdorf fährt. Das nahmen die Wanderleiter zum Anlass, für den Herbst eine Tour im Osterzgebirge zu planen. Und wer ein Wanderziel in Osterzgebirge sucht, der muss sich zwangsläufig mit dem BIWAK-Kultprojekt "14 Achttausender im Osterzgebirge" auseinandersetzen. Die Zeit war reif, dass sich auch die Dresdner Wandervögel dieser Herausforderung stellen. Es müssen ja nicht gleich alle Achttausender sein. Für den Anfang genügen erstmal drei.

Dem Aufruf des WaLeiLama zur Expedition zu den 8000ern des Osterzgebirges sind an diesem Tag, sage und schreibe, 22 Wanderfreunde gefolgt. Eine sehr gute Quote - allerdings war die Beteiligung in der Vergangenheit auch schon besser. Vielleicht hat sich der eine oder andere die Besteigung von Achttausendern letztlich doch nicht zugetraut.

Bei unserer Ankunft in Niedersedlitz ereilte uns die schier unglaubliche Nachricht, dass wir die 8000er ohne den Wanderleiter bezwingen müssen. Nach der Bewältigung des ersten Schocks und mit dem Vertrauen in Frau Wanderleiterin stiegen wir in die S-Bahn zum Hauptbahnhof, dort in den Zug nach Zwickau und in Freital Hainsberg in den Dampfzug nach Kipsdorf. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass Frau Wanderleiterin einen Rabatt für das Kleinbahnticket erwirkt hat. Die Fahrt nach Kipsdorf bot uns eine Menge an interessanten und schönen Aussichten in unsere "vor der Haustür" liegenden Urlaubsziele.

In Kipsdorf angekommen geht es zur Erwärmung erst einmal ca. 1 Kilometer bergan in Richtung Bärenfels. Dafür überqueren wir direkt nach dem Bahnhof die Weißeritz und halten uns danach links. An der folgenden Weggabelung entscheiden wir uns für den rechten bergan führenden Weg. In Bärenfels angekommen wenden wir uns an der Straße nach rechts. Hier in Bärenfels fehlte nun tatsächlich das Wissen des WaLeiLama, um sofort den geplanten Weg zu nehmen. Richtig wäre hier, die Kreuzung geradeaus zu überqueren und hinter dem Eiscafe links in den Hubertusweg einzubiegen, auf diesem den Ort zu verlassen und nach etwa 600 m an der Kreuzung im Wald auf dem halblinks bergan führenden Waldweg am Westhang des Spitzberges die Tour fortzusetzen.

Allerdings entscheidet sich die Wandergruppe an der Straßenkreuzung im Ort, links bergan der Straße in Richtung Schellerhau zu folgen. Unter Umständen kann eine solche Entscheidung zu ganz neuen Möglichkeiten führen, doch für die Buttermilch-Plinsen vom Bärenfelser Stübl war es leider noch zu früh am Tag. Frau Wanderleiterin beweist jetzt einen, für Frauen eher untypisch, sicheren Orientierungssinn, mit dem sie uns in Richtung Spitzberg zurück auf den gelb markierten Wanderweg führt. Wir folgen weiter dem gelben Wanderweg und gelangen zu einem mit "Julius Schmidt Steig" gekennzeichnetem Abzweig nach links, dem wir folgen bis zur Ausschilderung der Stephanshöhe. Da angekommen, finden wir die Gelegenheit als angemessen, mit einem vitaminhaltigen Getränk auf das Wohlergehen unseres WaLeiLama und seine Genesung anzustoßen und auch eine kleine Stärkung nach dem ausgebliebenen Frühstück zu uns zu nehmen. Außerdem wurde die Gipfelbesteigung des ersten 8000ers auf den ausgegebenen Stempelkarten dokumentiert.

Nach etwa einer halben Stunde geht es zurück auf den gelben Wanderweg, dem wir weiter nach rechts folgen. Ca. 600 m weiter biegen wir im Wald nach links in Richtung Siedlung ab und gehen hinunter bis zur Straße. Hier wenden wir uns nach rechts und gelangen nach 500 m zur Bergklause in Schellerhau, in der wir bereits erwartet werden: Essen á la carte, Bedienung zügig und tischweise - sehr in Ordnung.

Nach dem Essen geht es weiter entlang der Straße. An der Linkskurve verlassen wir die Straße und folgen der gelben Wandermarkierung geradeaus weiter. Kurz nach Beginn des Waldes biegen wir nach 1 km an der Kreuzung links auf die Alte Zinnstraße ab. Dieser folgen wir noch 250 m, bis wir an den Wegweiser zum "Pöbelknochen" gelangen. Wir folgen diesem Wegweiser nach rechts und erreichen nach kurzer Zeit die Markierung 8000er - Pöbelknochen. Selbstredend war dies die zweite Gelegenheit für ein Gipfelgetränk. Der Autor dieser Zeilen erklärte, dass Berge, die den Begriff "Knochen" im Namen tragen, in der Regel keltisch besiedelt waren. Ob dies auch für den Pöbelknochen zutrifft, ist allerdings nicht überliefert.

Nach der Stempelstelle biegen wir gleich links ab. Dem abwärts führenden Weg mit dem Namen Seifenflügel folgen wir 1,5 km immer geradeaus. Am Ende erreichen wir die Schneise 31. Hier halten wir uns kurz rechts und wenden uns nach wenigen Schritten wieder nach links. Nach dem Abbiegen können wir einen flüchtigen Blick auf den Damm des Speichers Altenberg einfangen. Kurz darauf stoßen wir erneut auf eine Kreuzung, wo wir uns für den Weg nach links entscheiden. Rechts des Weges verläuft der Neugraben. Wir folgen dem schmalen Weg entlang des Grabens in Richtung Altenberg (Wegweiser nach Altenberg) und überqueren kurz danach eine Gitterbrücke zum Damm des Großen Galgenteiches. Wir umrunden diesen Teich zur Hälfte auf der mit Split befestigten Dammkrone. Sobald "Pinge" ausgeschildert ist, orientieren uns an der Markierung mit grünem schrägem Strich und durchqueren den Campingplatz. An der nächsten Kreuzung ist zwar der Geisingberg mit grünem Punkt ausgeschildert. Nach einigen Irritationen haben wir uns dann entschlossen, einen schmalen Weg nach rechts zu gehen. Nach dem Überqueren der Rehefelder Straße halten wir uns erst links und kurz darauf wieder rechts. So kommen wir bald darauf an der Sommerrodelbahn an. Vorbei an Kinderkletterwald und Skilift geht es auf der Bachstraße bergab in den Ort Altenberg. Hier konnten wir und auch Frau Wanderleiterin auf den Erfahrungsschatz einzelner Teilnehmer bauen, die uns, vorbei an einer maroden Autowerkstatt, zielsicher den Weg zum Geisingberg weisen konnten. Wir überqueren also die Bundesstraße und gehen parallel zu ihr noch einige Meter nach rechts. Noch vor dem leuchtend gelben Gebäude der Gaststätte "Zum Erzgebirge" verlassen wir die Bundestraße und biegen in die Römerstraße ein. Etwa 300 m weiter gabelt sich der Weg und wir gehen links hinauf in Richtung Bergarbeitersiedlung. Den Rest des Weges auf den Geisingberg folgen wir der EB-Markierung des Fernwanderweges. Oben angekommen gab es nicht nur das angekündigte "Sturzbier", sondern auch einen Stempel für den dritten Achttausender des Tages: Ziel eigentlich erreicht.

Eigentlich - denn: Der Abstieg zum Bahnhof Geising, auch von der Wirtin angekündigt, als "gemütlich in einer halben Stunde zu bewältigen", war dann doch für einige Wandervögel die letzte Herausforderung des Tages, um auf den letzten Metern im Laufschritt den Zug gerade noch zu erreichen. Doch für das Gros der Wanderfreunde war es ein anstrengender aber gerade deshalb wunderbarer Tag.

Fazit: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kann man sagen, Frau Wanderleiterin hat diese Wanderung mit der Unterstützung durch einzelne Wandervögel ausgesprochen souverän und gelassen bewältigt. Dennoch fehlte nicht nur die bekannte stringente Führung durch den WaLeiLama sondern auch seine erklärenden Worte zu den am Weg liegenden Sehenswürdigkeiten.

Zum Ende sei noch erwähnt, dass diese Tourbeschreibung zwar von einem Laien verfasst, doch vom WaLeiLama leicht redaktionell "aufgehübscht" wurde. Von einer Nachwanderung kann deshalb nicht grundsätzlich abgeraten werden. Die Tatsache, dass eine Nachwanderung mit Hilfe der Internetseite auch für diese Tour überhaupt möglich ist, und der Tag nicht dem Vergessen anheimfällt, verdanken wir den Wanderfreunden Claudia und Toralf. Die beiden haben neben dem substantiellen Text auch jede Menge Fotos für das Archiv zur Verfügung gestellt. Der WaLeiLama sagt danke … und dass er sich dran gewöhnen könnte.

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Mit Dampf nach Kipsdorf
Mit Dampf nach Kipsdorf
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Bahnhof Kipsdorf in neuem Glanz
Bahnhof Kipsdorf
in neuem Glanz
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Aussichtspunkt Stephanshöhe
Aussichtspunkt
Stephanshöhe
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Bergklause Schellerhau
Bergklause Schellerhau
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Der Galgenteich bei Altenberg
Der Galgenteich
bei Altenberg
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Erster Blick zum Geisingberg
Erster Blick
zum Geisingberg
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Die Bergbaude auf dem Geisingberg
Die Bergbaude
auf dem Geisingberg
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Aussichtsturm Geisingberg
Aussichtsturm
Geisingberg
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Blick zum Ziel in Geising
Blick zum Ziel
in Geising