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Tourkarte Herbst 2013

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Zum Hinteren Raubschloss

Wieder einmal sagt der Wetterbericht nicht das beste Wetter für den Wandertag vorher. Doch wieder einmal zerplatzt die Hoffnung der Wanderleiter auf einen zusätzlichen freien Tag, weil keiner Lust auf Wandern hat, wie eine Seifenblase. Immerhin 14 Wanderfreunde halten den Tag für wandertauglich und finden sich am Bahnhof Niedersedlitz ein. Also sitzen wir kurz nach 9 Uhr in der S-Bahn nach Bad Schandau. Um zu unserem Startpunkt zu gelangen, müssen wir nach der S-Bahn noch ein Stück mit dem Bus fahren. Direkt vor dem Nationalpark-Bahnhof steigen wir in den Bus nach Hinterhermsdorf. Der bringt uns ins Kirnitzschtal. Wir verlassen das Fahrzeug an der Haltestelle Zum Thorwald. An dieser Stelle führt die Straße wieder aus dem Kirnitzschtal hinaus. Ab hier verläuft nur ein breiter Weg am Ufer des Flusses.

Wir bilden eine ordentliche Marschformation und ziehen nun zu Fuß los. Es geht zunächst weiter das Kirnitzschtal hinauf. Nach etwa 1,5 km kreuzt ein mit grünem Strich markierter Wanderweg das Tal. Hier biegen wir nach rechts über die Brücke ab. Etwas Aufmerksamkeit ist dafür von Nöten, da es sich um eine eher unauffällige Wegkreuzung handelt. Hinter der Brücke beginnt nun rechts ein ziemlich langer Anstieg. Wir verlassen so das Kirnitzschtal. Nach 400 m erreichen wir wieder eine Wegkreuzung. Die Hoffnung vieler Wanderfreunde, dass wir an dieser Stelle der grünen Markierung nach links folgen und dann beinahe eben dahin schlendern , macht der Wanderleiter brutal zunichte. Nach kurzem Sammelhalt geht es weiter geradeaus und damit auch weiter bergan. Allerdings ist es nun vorerst nicht mehr ganz so steil. Wir befinden uns auf dem Weg zum Gipfel des Großen Teichsteins. Dem stupiden aufwärtsgehen gesellt sich bald etwas Abwechslung hinzu. Wir müssen über die Steine klettern. Teilweise ist der Weg auch mit Ketten gesichert. So erklimmen wir ohne Langeweile den Berg und können schon vor den Gipfel mehrfach herrliche Ausblicke in die Gegend genießen. Oben angekommen haben wir dann aber eine ordentliche Pause verdient. Immerhin liegen schon an die 200 Höhenmeter zwischen uns und dem Startpunkt der Tour. Deshalb werden nun die Rucksäcke aufgerissen und jede Menge Ess- und Trinkbares ans Tageslicht befördert.

Während unserer Pause haben wir ausgiebig Gelegenheit direkt vor uns in den Großen Zschand hinab zu blicken. Nach einer knappen halben Stunde machen wir uns auf, um auch unseren Fuß in den Talgrund zu setzen. Dafür müssen wir aber erst ein Stück des Weges zurück. Wir gehen bis zur Kreuzung, an der wir den grün markierten Wanderweg verlassen hatten und biegen in diesen nach rechts ein. Wir folgen der Markierung immer geradeaus ins Tal hinunter. Vorbei an einem alten Forsthaus erreichen wir bald eine große Wegkreuzung, wo wir rechts bereits das Zeughaus erblicken. Das ist dann auch unser nächstes Ziel. Da die Zahl der Wirtshäuser am Wegesrand heute sehr begrenzt ist, nutzen wir diese Gelegenheit, um einige warme und kalte Getränke zu uns zu nehmen. Der kurze heftige Abstieg scheint auch bereits wieder Hungergefühle ausgelöst zu haben.

Nach einer reichlichen Stunde wird es uns dann aber etwas frisch auf der Terrasse. Wir wollen weiter. Los geht es auf dem breiten Weg durch den Großen Zschand in Richtung Neumannmühle. Wir folgen von nun an der Markierung mit dem roten Strich. Nach etwa 600 m weist die Markierung nach links in die Zeughausstraße. Der Weg führt uns nun wieder bergan. An die 900 m weiter haben wir dann wieder 50 m Höhe gewonnen. Auf dem erklommenen Sattel zweigt rechts ein Weg ab. Wir befinden uns nun am Beginn des Zugangs zum Hinteren Raubschloss am Winterstein. Dieses Highlight sollte man sich nicht entgehen lassen. Auch die gleichzeitig mit uns am Abzweig eintreffende Wandergruppe wird vom Wanderleiter über diesen Umstand ins Bild gesetzt und ändert spontan ihre Richtung. Nachdem alle Mitglieder unserer Truppe auf dem Sattel eingetroffen sind, machen auch wir uns an den Aufstieg. Langsam wird der Weg immer steiler. Bald müssen wir kleine Klettereinlagen absolvieren und als nächste Steigerungsstufe erwartet uns eine fast endlos lang erscheinende Eisenleiter gefolgt von einer Stahltreppe in einem langen Kamin. Als die ersten von uns bereits die Leiter erklommen haben, treffen wir auf eine andere Gruppe im Gegenverkehr. Das entpuppt sich schnell als Problem, da es hier sehr eng zugeht. Erschwerend kommt hinzu, dass die entgegen kommende Gruppe eine hysterisch keifende ältere Dame mitführt, die uns der beengten Verhältnisse wegen nicht vorbei lassen will. Da man im Kamin niemanden von der Klippe stoßen kann, hilft nur eines - Augen zu, ignorieren und durch. Oben angekommen bietet sich uns dann ein herrlicher Rundblick ins Gebirge, der die Mühe des Aufstieges durchaus lohnt. Wir sehen uns eine Weile um, entschließen uns dann aber bald, den Abstieg in Angriff zu nehmen. Schließlich hatten einige Wanderfreunde den Weg auf den Gipfel doch nicht gewagt und warten nun unterhalb der Leiter.

Also alles wieder zurück. Wieder durch den Kamin, wieder über die ellenlange Leiter, Es dauert seine Zeit, bis auch der Letzte unten ist. Dann kann's weiter gehen. Zurück am Sattel biegen wir rechts ab. Zunächst etwas bergab führend schlängelt sich der Weg nun um die Felsen. Das Wetter meint es heute nicht so gut mit uns. Ein hässlicher Nieselregen beginnt. Zum Glück laufen wir im Wald, der uns ein nicht ganz dichtes Dach bietet. Wir folgen immer dem rot markierten Weg. Nach reichlich 2 km erreichen wir eine Weggabelung. Der rote Weg führt hier weiter nach rechts in Richtung Kleiner Winterberg. Der linke Weg ist mit einem grünen Strich markiert. Der Wegweiser gibt als Ziel den Großen Winterberg an. Wir entscheiden uns für links. Der Wanderleiter versichert allen wie schon gewohnt, dass es sich bei dem hier beginnenden Anstieg um die zweitbescheidenste Stelle der Tour handelt. Gott sei Dank lässt wenigstens der Nieselregen wieder nach. Keuchend quält sich die Menge nach oben. Da der Weg in Richtung Ziel keine ausgesprochenen Höhepunkte mehr bietet, muss man sich welche schaffen. Diese Meinung vertritt zumindest der Wanderleiter und packt oben ein Fläschchen voller mit Alkohol versetzter Vitamine aus. Das Angebot wird dankend angenommen. Allerdings hatte der Wanderleiter auch nicht mit Ablehnung gerechnet.

Als wir weitergehen treffen wir schon nach wenigen Schritten auf eine große Kreuzung, an der sich 5 Wege begegnen. Wir halten uns scharf rechts. Dieser Weg ist blau markiert und führt in Richtung Affensteine und Schrammsteine. Schon nach 300 m verlassen wir den blauen Weg nach links. Wir folgen dem mit einem grünen Punkt markierten Wurzelweg talwärts. Vorbei am Abzweig des Lehnsteiges geht es etwa 1,5 km hinunter bis zur Kreuzung an der Zwieselhütte. Dort biegen wir links ab. Auf dem breiten Fahrweg erreichen wir nun in wenigen Minuten an der Ilmenquelle die ersten Häuser von Schmilka. Hier bietet sich noch einmal eine Gelegenheit zur Einkehr. Wir lassen uns im Garten der Alten Schule nieder. Hier gibt's für alle noch mal die Gelegenheit den wieder aufkommenden Durst zu stillen und einen Happen zu essen. Die Preisgestaltung des Wirtes können am Ende nicht alle Gäste lückenlos nachvollziehen. Ob das an den Getränken liegt oder andere Gründe hat, das ist nicht zweifelsfrei klärbar. Für den Wanderleiter eröffnet sich aber im Schulgarten noch die Möglichkeit, seine vorbereiteten Urkunden unter die Leute zu bringen.

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Im Kirnitzschtal
Im Kirnitzschtal

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Aussichtspunkt auf dem Teichstein
Aussichtspunkt
auf dem Teichstein

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Blick vom Teichstein in Richtung Affensteine
Blick vom Teichstein
in Richtung Affensteine

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Forsthaus unterm Teichstein
Forsthaus
unterm Teichstein

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Das Zeughaus
Das Zeughaus

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Am Winterstein
Am Winterstein

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Der Weg durch den Kamin zum Raubschloss
Der Weg durch den Kamin
zum Raubschloss

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Die Reste vom Raubschloss
Die Reste vom Raubschloss

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In Schmilka
In Schmilka